Gestern haben wir den ersten Workshoptag zusammen erlebt. Unser Thema war Kultur und interkulturelle Kommunikation. Gemeinsam mit verschiedenen Spielen und Diskussionen haben wir versucht unsere beiden Kulturen besser zu verstehen.
Außerdem haben wir gemeinsam deutsches Essen gekocht und nebenbei neue Bachata-Schritte gelernt!
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| die nicarguanische Gruppe diskutierend | | | |
Sehr früh am Morgen trafen wir uns am Eine-Welthaus und liefen gemeinsam zur Grete-Unrein Schule, in der unser Worshop stattfand. Ziel dieses Tages war es, die Jugendlichen mehr auf kulturellen unterschiede zu sensibilisieren und ihnen ein wenig die Schüchternheit auf Grund fehlender Sprachkenntnisse zu nehmen. Während den Vorbereitungswochen, war es mir und Cäcilia stark aufgefallen, das die Jugendlichen sich darüber sehr viele Gedanken machten, dass sie sich mit ihren Brieffreunden kaum verständigen könnten. Darum hatten wir beschlossen uns noch einmal genauer mit den Themen Kultur und Kommunikation auseinander zu setzen. Hauptziel war es, die Deutschen darauf zu sensibilisieren, dass sie manchmal viel Verständnis für die andere Kultur aufbringen müssen und die Nicas darauf aufmerksam zu machen, dass sie ehrlich sagen müssen wenn sie ein Problem haben, oder bei einer Sache nicht weiter wissen. Außerdem war es uns wichtig noch zu zeigen, das Kommunikation viel mehr als nur Inhalt ist und das man sich auch ohne Sprache einigermaßen verständigen kann. Ich fand diesen Tag wunderschön und hatte das Gefühl, dass a, die Schüler sehr interessiert waren und b, dass ich etwas von meinem Wissen weitergeben konnte, was sie in ihrem Leben vielleicht bereichern wird. Ich hatte das Gefühl, das die Schüler an dem Tag einige neue Erkenntnisse gehabt haben und ich finde es schön, dass ich dazu beitragen konnte. Außerdem habe ich mich auch gefreut die deutschen Schüler mal besser kennen zu lernen. Ich denke, dass wir an diesem Tag sehr erfolgreich waren und alle etwas dazu gelernt haben. Aber der aller schönste Moment ereignete sich am Abend, als wir uns alle zum Fußballspielen im USV Gelände trafen. Die Situation war folgende: es hatten sich zwei Teams gebildet, eines mit 8 Leuten und eines mit 7. In dem 7er Team war auch Stefan, der gerade am Zaun stand um noch eine SMS zu schreiben. Die Teams wollten gerade mit spielen beginnen, als Edwin rief "ey, somos seis" (ey, wir sind nur 6), daraufhin drehte sich Stiri um und meinte "ja, der Stefan kommt gleich" und Edwin sagte "ah, ok". Man hätte denken können, das die beiden in diesem Moment gar nicht merkten, das sie unterschiedliche Sprachen sprechen, sie haben sich einfach inhaltslos verstanden, nur durch die Betonung und die Gestik ihrer Sprache. Ich musste in dem Moment sehr lächeln, es war das beste Beispiel zu dem Thema, über welches wir wenige Stunden vorher noch gesprochen hatten. Ich bin an dem abend sehr erschöpft, aber echt glücklich ins Bett gegangen. Ich freue mich, dass die Nicas und die Deutschen doch langsam mehr zu einander finden, trotz Sprachbarrieren und das wir alle gemeinsam viel neues erleben und dabei viel spaß haben.
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